Jargon der Israelkritik

30. November 2012, 19 Uhr
Universität Freiburg, Hörsaal 1224 (Kollegiengebäude I)

Obwohl es ihnen niemand streitig macht, beharren die Israelkritiker auf ihrem Recht, ihre Meinung über und gegen den jüdischen Staat zu äußern. Indem sie sich, in Hegels Worten, auf ihr inwendiges Orakel berufen, darauf nämlich, dass es sich dabei eben um ihre Meinung handle, schotten sie sich ihrerseits ab gegen Kritik. Dagegen wäre der Begriff der Meinung mit dem des wahrheitsfähigen Denkens und Urteilens zu konfrontieren. Das fordert, die beschwiegenen Voraussetzungen der Israelkritik zu benennen und mithin die Voraussetzungen politischen Urteilens selbst zu reflektieren. In dieser Konfrontation erweist sich die Israelkritik als Jargon, dessen scheinbar unschuldige Naivität nur Ausdruck schlecht kaschierten Ressentiments ist.

Die Veranstaltung wird organisiert vom stipendiatischen Arbeitskreis Antisemitismus – Analyse & Kritik beim Studienwerk der Rosa Luxemburg Stiftung, dem Landesarbeitskreis (LAK) Shalom Baden-Württemberg der Linksjugend Solid und dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Freiburg und findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.